KGV Klingenwald 1 e.V.

Die gärtnerische Vielfalt im Nürnberger Norden

Bauernregeln Juli

Im Juli muß vor Hitze braten, was im September soll geraten.
Im Juli warmer Sonnenschein, macht alle Früchte reif und fein.
Ein tüchtiges Juligewitter ist gut für Winzer und Schnitter.
Juli recht heiß, lohnt sich Mühe und Schweiß.
Im Juli will der Bauer lieber schwitzen als untätig hinterm Ofen sitzen.
Was der Juli verbricht, rettet der September nicht.
Wenn die Ameisen im Juli ihre Haufen höher machen, so folgt ein strenger Winter.
Wer im Juli sich regen tut, sorget für den Winter gut.
Wenn die Schwalben Ende Juli schon ziehen, sie vor baldiger Kälte fliehen.



Gartentipps im Juli

Gemüse zum optimalen Zeitpunkt ernten

 

Im Nutzgarten füllen sich jetzt die Erntekörbe. Im Frühjahr gesät Möhren werden als Bundmöhren geerntet, sobald die Wurzeln ihre sortentypische Größe erreicht haben. Dann sind die Rüben besonders knackig und süß, enthalten aber weniger aromabildende ätherische Öle und können nur kurze Zeit – am besten ohne Laub – im Kühlschrank aufbewahrt werden Kohlrabi, Radieschen und Rettich vertragen die Sommerhitze weniger gut und bilden bei Trockenheit oft holzige oder wattige Zellen. Sie sollten eher etwas zu früh als zu spät verwertet werden.

Kartoffeln ernten

Frühkartoffeln erntet man nach Bedarf. Solange das Laub noch grün ist, wachsen die Knollen im Boden weiter und der Ertrag steigt. Warten Sie allerdings mit der Ernte nicht bis zum Vergilben der Blätter, da die Kartoffeln sonst ihren frischen Geschmack verlieren. Häufeln Sie die Pflanzen regelmäßig an und halten Sie das Beet unkrautfrei. Erst wenn das Laub abstirbt, rodet man die Reihen komplett.

Letzter Aussaattermin für Buschbohnen

Der letzte Aussaattermin für Buschbohnen ist Mitte Juli, deshalb sollten Sie diesen Gartentipp zeitnah umsetzen. Die Pflanzen sind eine ideale Folgekultur für Frühkartoffeln und Kohlrabi. Meiden Sie hingegen Beete, auf denen im vergangenen Jahr Bohnen oder Erbsen gestanden haben. Säen Sie die Bohnen am besten in drei bis fünf Zentimeter tiefen Rillen aus und bedecken Sie sie ganz dünn mit Erde. Sobald die Bohnen keimen, werden die Rillen geschlossen. Wichtig: Die flachwurzelnden Pflanzen müssen von der ersten Blüte an regelmäßig gewässert werden, sonst bringen sie nur wenig Ertrag.

Johannisbeeren vermehren

Über Stecklinge können Johannisbeeren leicht vermehrt werden. Dafür einjährige Ruten in 20 bis 30 Zentimeter lange Stücke schneiden, die Blätter abstreifen und die Abschnitte in ein Anzuchtbeet oder Töpfe mit sandiger Erde pflanzen. Bis zum Bewurzeln feucht halten, im Frühbeet überwintern und im Folgejahr am endgültigen Platz auspflanzen.

Himbeeren mulchen

Himbeeren lieben als Waldpflanzen einen humusreichen, kühlen und gleichmäßig feuchten Boden. Deshalb sollten Sie Ihre Beete jetzt mit einer Mulchschicht vor dem Austrocknen schützen. Als Mulchmaterial eignet sich eine Mischung aus gehäckseltem Strauchschnitt und angetrocknetem Rasenschnitt sehr gut. Nach der Ernte müssen Sie die Beerensträucher außerdem nicht mehr so oft gießen.

Gemüsebeete hacken

Mit der Hacke bekämpfen Sie in Ihren Gemüsebeeten nicht nur das Unkraut – Sie schützen den Boden durch regelmäßiges Hacken auch vor dem Austrocknen. Das Gerät zerstört die feinen Wasserkanäle (Kapillare) in der oberen Erdschicht und senkt so die Verdunstung. Hacken Sie am besten nach längeren Regenfällen, wenn der Boden besonders viel Wasser aufgenommen hat und die Oberfläche verschlämmt ist.

Weinreben: Ranktriebe stutzen

Die Trauben der Weinreben brauchen zum Ausreifen vor allem viel Sonne. Schneiden Sie deshalb die Ranktriebe so kräftig zurück, dass möglichst kein Schatten auf die Früchte fällt. Faustregel bei diesem Gartentipp: Jeden Trieb am vierten bis fünften Blatt hinter der letzten gut entwickelten Traube abschneiden. Brechen Sie außerdem wie bei Tomaten alle jungen Triebe aus, die in den Blattachseln entstehen (Ausgeizen).  

Kompost gelegentlich wässern

Damit der Verrottungsprozess nicht zum Erliegen kommt, sollten Sie den Komposthaufen bei anhaltend warmer Witterung gelegentlich kräftig wässern. Ernterückstände und weiteres organisches Material stets gut zerkleinert auf den Kompost geben und das Material gut durchmischen.